Gestank von verrottendem Gras stört Reykjavíks Einwohner

Die Einwohner von Reykjavík fühlen sich von einem Rottegeruch in einigen Stadtteilen, wie dem Austurvöllur, dem Miklatún und anderen Grasflächen belästigt.

Der Geruch wird durch einen Calciumschaden im Gras verursacht, welches über lange Zeit von Eis bedeckt ist.

„Die Leute reden darüber, weil es gestern und vorgestern so warm war. Der Geruch ist vorher nicht wahrgenommen worden.” sagte Reykjavíks oberster Stadtgärtner Þórólfur Jónsson zu vísir.is.

Dieser Umstand trete nicht oft in Reykjavík auf. „Es muss zwar in derVergangenheit vorgekommen sein, aber ich erinnere mich nicht an sowas in den letzten Jahren.” sagte er.

Gegen die dicke Eisschicht könne man nichts unternehmen. Die Grasflächen der Parks und Fußballplätze werden vermutlich schwer geschädigt, wenn sich die Situation nicht bald bessere.

„Unsere einzige Lösung? Auf die Knie und beten. Das Problem ist überall in der Stadt aktuell, und obwohl wir rein technisch das Eis entfernen könnten, würde es keinen Unterschied machen. Wir sollten lieber überlegen, wie wir die Grasnarbe retten, wenn das Eis abgetaut ist.”

Zwei Drittel des Walbieres ausverkauft

Zwei Drittel des von der Brauerei Steðji in Zusammenarbeit mit dem Walfangunternehmen Hvalur ehf. gebrauten Walbieres sind bereits über die Landentheke gegangen, berichtet ruv.is. Nur noch 1500 Liter des Bieres sind übrig. Die Biersorte hatte im Vorfeld für Turbulenzen gesorgt, weil sie eine Beimischung von Walknochenmehl enthielt, welches keine Lebensmittellizenz hatte.

Nach einem Verkaufsstop Mitte Januar durch die westisländischen Gesundheitsbehörden, welcher von der isländischen Lebensmittelaufsichtsbehörde MAST bestätigt worden war, hatte die Brauerei vergangene Woche die Erlaubnis erhalten, das Bier zu vertreiben. Zuvor hatte sie Klage gegen die Behörde erhoben.

Die Klage wurde damit begründet, dass das Verbot sich auf einen nicht mehr existenten Gesetzespassus beziehe, und dass dem Bier nur eine geringe Menge Walknochenmehl – ein Kilo auf 2000 Liter – beigefügt worden sei. Überdies sei das Bier nur einen Monat lang im Verkauf und der gerichtliche Fall keinesfalls vorher abgeschlossen. Die staatliche Alkohol- und Tabakorganisation ÁTVR hat keine legale Grundlage, den Verkauf des Bieres zu unterbinden, schreibt ruv.is.

Freihandelsabkommen mit China durch Parlament abgesegnet

Das isländische Parlament Alþingi hat ein Freihandelsabkommen mit China auf den Weg gebracht, berichtet ruv.is. 65 Mitglieder des Parlaments stimmten dafür, zwei sprachen sich dagegen aus. Die beiden Mitglieder der Piratenpartei kritisierten die Parlamentsentscheidung, in Anbetracht der Menschenrechtsverletzungen in China Handelsbeziehungen mit dem Land einzugehen.

Zwei Parlamentsabgeordnete waren abwesend, drei enthielten sich der Stimme.

Island war im vergangenen April das erste Land in Europa gewesen, welches ein Freihandelsabkommen mit China unterzeichnet hatte. Das Abkommen ist von den Parlamenten beider Länder verabschiedet worden.