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NACHRICHTEN                                         
31/12/2011 | 09:00

Gleðilegt Nýtt Ár!

Die letzte Nacht des Jahres beginnt in Island immer mit großen Lagerfeuern, denn das alte Jahr mit all seinem Gerümpel und überflüssigen Ballast muss abgebrannt werden, bevor das neue beginnen kann. Gerður Kristný beschreibt die Vorbereitungen in ihrem gleichnamigen Jugendroman „Die letzte Nacht des Jahres“*:

„Schweigend fuhren wir die Hügelstraße hinab, und wenig später kam schon ein großer Haufen Holz in Sicht. Das würde ein Riesenfeuer geben. Zwei Männer in grauen Overalls entluden gerade einen LKW, als wir ankamen. Latten, Bretter und anderes Zeug wurden auf den Haufen geworfen. Ein anderer Mann mit einer Baseballkappe war damit beschäftigt, eine Bande kleiner Kinder zu verscheuchen, die unbedingt mitmachen wollten.“

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Ab und zu schütten die Freiwilligen der örtlichen Rettungsdienste Öl (Benzin) ins Feuer und lassen die Flammen zur Freude aller Zuschauer höher schlagen. Sie dürfen das, denn das Silvesterspektakel ist ihr Lebenselixier – sie besitzen das Verkaufsmonopol für Feuerwerksartikel und finanzieren so ihre gefahrvolle Arbeit.

Natürlich sind auch schon eine Menge Knallköpfe dabei, darunter der berüchtigte Weihnachtstroll Hurðaskellir, der Türzuschläger, der am 18. Dezember angekommen war und in der Silvesternacht seinen letzten Auftritt hat.

Auch andere übernatürliche Wesen kommen in dieser magischen Nacht aus ihren verborgenen Behausungen, um sich ahnungslose Menschen zu schnappen und sie in ihre  Welt zu verschleppen. Eins der Lieder, das an den Feuern gesungen wird, erzählt von einem Mann, der sich in die Elfenkönigin verliebte und ihr freiwillig ins unterirdische Reich folgte.

Nach dem Feuer ist es Zeit für ein großes Festmahl, dessen Zusammensetzung dem Weihnachtsessen ähnelt. Zum Nachtisch gibt es Satire-TV mit der alljährlichen Silvester-Comedy-Show Áramótaskaupið.

Danach ist es Zeit für Raketen und anderes Feuerwerk, mit denen die Isländer ab 24 Uhr den Nachthimmel intensiv illuminieren, um das neue Jahr zu begrüßen.

Auch wir prosten Ihnen, unseren treuen Lesern und Leserinnen, zu und wünschen Ihnen  Gleðilegt Nýtt Ár und einen guten Rutsch.

Besuchen Sie die deutsche Ausgabe der Iceland Review Online auch im neuen Jahr und empfehlen Sie uns weiter.

bv

* Eine Besprechung des Buches von Gerður Kristný finden Sie in unserer Rubrik „Kulturblick“ im vorletzten Beitrag.

 

 


















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